Allgemeine Informationen

Die Wohnungslosenhilfe des SkF e.V. Münster hält verschiedene Angebote für wohnungslose und in Not geratene Frauen vor, die hier Ihnen im Folgenden kurz vorgestellt werden:

Aufsuchende Sozialarbeit

Die aufsuchende Sozialarbeit geht Hinweisen von Einrichtungen, Ämtern oder Bürgern
auf in Not geratene und wohnungslose Frauen nach. Wenn ein Kontakt zur betreffenden Person hergestellt werden kann, wird durch niederschwellige Hilfeangebote die
(Re-)Integration in das Hilfesystem angestrebt.

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Die Übernachtungsstelle

Die Übernachtungsstelle ist eine niederschwellige Einrichtung für akut wohnungslose Frauen. Die Aufenthaltsdauer in der Übernachtungsstelle ist auf sechs Wochen beschränkt, nach dieser Frist sollte eine Perspektive entwickelt worden sein. Bei der Perspektiventwicklung sowie bei der Regelung behördlicher Angelegenheiten sind die Mitarbeiterinnen der Aufsuchenden Arbeit und des Frauentreffs auf Wunsch behilflich. Sozialarbeiterische Unterstützung wird ebenfalls bei behördlichen Angelegenheiten, insbesondere bei der Sicherstellung der Grundversorgung (Beantragung von ALG II) angeboten. Die Bewohnerinnen können sich auch tagsüber in der Übernachtungsstelle aufhalten.

Aufnahmevoraussetzungen/ Kostenübernahme
Die Kosten der Übernachtung trägt i.d.R. das Amt für Wohnraumsicherungsmaßnahmen der Stadt Münster. Frauen ab 21 Jahren aus Münster und Umgebung können rund um die Uhr ohne bürokratische Hindernisse in der Übernachtungsstelle aufgenommen werden. Die Bewohnerinnen müssen sich selbst versorgen, eine Gemeinschaftsküche steht zur Verfügung.

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Der Frauentreff

Der Frauentreff ist eine offene Tagesstätte für sozial benachteiligte Frauen. Um einen Schutz- und Schonraum zu gewährleisten ist der Zutritt für Männer untersagt. Die Besucherinnen können niederschwellige Angebote wie z.B. Duschen, Wäsche waschen, Kleiderkammer und preiswerte Mahlzeiten in Anspruch nehmen. Darüber hinaus bietet eine Sozialarbeiterin Beratung an. Das Angebot des Frauentreffs ist in dieser Form nur möglich durch den regelmäßigen Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Die Ehrenamtlichen bereiten u.a. die Mahlzeiten zu und arbeiten in der Kleiderkammer.

Mehr zu Öffnungszeiten und Angeboten des Frauentreffs


Das Frauenwohnprojekt

Das Frauenwohnprojekt (FWP) ist eine ambulant betreute Wohnform gemäß §§ 67 - 69 SGB XII. Die Frauen leben in eigenen Mietwohnungen oder in einer vom SkF e.V. Münster angemieteten Wohnung (Wohngemeinschaft). Die Betreuung findet i.d.R. durch wöchentliche Beratungstermine (auch Hausbesuche) statt. Schwerpunkt der Betreuung ist u.a. die Vermittlung in Beschäftigung oder Arbeit.

Aufnahmevoraussetzungen/ Kostenübernahme
Zu den Aufnahmevoraussetzungen gehören:

  • Volljährigkeit
  • soziale Probleme, die zurzeit im Vordergrund stehen (siehe auch „Gertrudenhaus“)
  • Kostenübernahme durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe oder einen anderen Kostenträger

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Das Gertrudenhaus

Das Gertrudenhaus ist eine stationäre sozialtherapeutische Übergangseinrichtung für wohnungslose Frauen mit besonderen sozialen Problemen nach §§ 67 - 69 SGB XII.

SGB XII, Achtes Kapitel, Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten § 67 Leistungsberechtigte Personen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, sind Leistungen zur Überwindung dieser Schwierigkeiten zu erbringen, wenn sie aus eigener Kraft hierzu nicht fähig sind. Soweit der Bedarf durch Leistungen nach anderen Vorschriften dieses Buches oder des Achten Buches gedeckt wird, gehen diese der Leistung nach Satz 1 vor. § 68 Umfang der Leistungen (1) Die Leistungen umfassen alle Maßnahmen, die notwendig sind, um die Schwierigkeiten abzuwenden, zu beseitigen, zu mildern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten, insbesondere Beratung und persönliche Betreuung für die Leistungsberechtigten und ihre Angehörigen, Hilfen zur Ausbildung, Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes sowie Maßnahmen bei der Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung. Zur Durchführung der erforderlichen Maßnahmen ist in geeigneten Fällen ein Gesamtplan zu erstellen. (…)

Ziele der Maßnahme sind die Vermittlung in eigenen Wohnraum, in weiterführende Einrichtungen, in ambulant betreute Wohnformen o.ä.

Aufnahmevoraussetzungen/ Kostenübernahme
Zu den Aufnahmevoraussetzungen gehören:

  • Volljährigkeit
  • Wohnungslosigkeit
  • soziale Probleme, z.B.:
    • gesundheitliche Schwierigkeiten
    • Arbeitslosigkeit
    • Defizite im Bereich der schulischen oder/ und beruflichen Bildung
    • Defizite im lebenspraktischen und psycho-sozialen Bereich
    • Schulden
    • unzureichende soziale Kompetenzen
    • Defizite im Bereich der Selbstversorgung und Hygiene
    • psychische Beeinträchtigung
    • Alkoholproblematik
    • Drogenkonsum
    • ...
  • ein Hilfebedarf, der durch ambulante Hilfeangebote nicht gedeckt werden kann
  • Kostenzusage durch den Leistungsträger.

Kostenträger der Maßnahme sind in der Regel der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) oder andere überörtliche Sozialhilfeträger. Daneben können auch Jugendämter oder örtliche Sozialhilfeträger die Kosten der Maßnahme übernehmen. Die Aufnahme in das Gertrudenhaus erfolgt nur nach mindestens mündlicher Kostenzusage durch den Leistungsträger. Der Antrag auf diese Leistung muss bei der "beauftragten Stelle" (angesiedelt beim Gesundheitsamt der Stadt Münster) gestellt werden. Gerne können Sie diesbezüglich vorher mit uns in Kontakt treten, wir besprechen dann mit Ihnen das weitere Vorgehen. In der Regel ist eine Vorlaufzeit von drei Wochen bis zur Aufnahme nötig, in Eilfällen kann sich diese Zeit evtl. verkürzen.

Die Bewohnerinnen müssen sich mit ihrem Einkommen - so vorhanden - an den Kosten der Maßnahme beteiligen. Zum Einkommen gehören auch Leistungen nach SGB II, also Arbeitslosengeld II.

Methoden und Inhalte

Die Bewohnerinnen leben in Einzelzimmern innerhalb von Gruppen mit 4 bis 8 Personen und sollen sich nach Möglichkeit selbst versorgen.

Die Unterstützungsleistungen umfassen u.a.

  • sozialpädagogische Einzelfallhilfe
  • Gruppenarbeit
  • Tagesstrukturierung
  • Vermittlung in externe therapeutische Hilfeangebote
  • Unterstützung in den Bereichen Ernährung/ Hauswirtschaft/ Hygiene durch eine Dipl.-Öcotrophologin
  • Unterstützung im Bereich Gesundheit durch eine Krankenschwester
  • Vermittlung in Arbeitstrainingsmaßnahmen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit

Alle pädagogischen Mitarbeiterinnen haben verschiedene Zusatzqualifikationen, wie z.B. systemische Beratungsarbeit, Suchtberatung, ITB (Vermittlung in Beschäftigung und Arbeit) usw.

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